Geschichte des Ortes

1305 - In einem Teilungsvertrag verschiedener Mitglieder der Adelsfamilie Apafi werden Malmkorg, Neudorf und Peschendorf erwähnt. Die ist die erste urkundliche Erwähnung von Malmkrog. Zusammen mit Kreisch, Rauthal, Neudorf und Peschendorf liegt Malmkrog auf einem alten Praedium zwischen dem Schäßburger, Mediascher und Schenker Stuhl. Dieses Prädium wurde vom Konig nach Komitatsbodenrecht an Adligen vergabt.

1309- Im Zehntprozeß zwischen sächsischen Dekanten und dem Weißburger Kapitel wir ein Pfarrer Herricus von Malmkrog als Mitglied des Kreischer Kapitels genannt.

1322 - Vor dem Landtag streiten verschiedene Adligen um den Besitz von Malmkrog und andere fünf Dörfer. Aus der Urkunde ist ersichtlich, dass Malmkrog von alters her eine untertänige Gemeinde des Oberweißburger Komitates war.

1340 - Die Hermannstädter Provinzialsammlung der Sieben Stühle erkennt den Eigentumsrecht der Familie Apafi über Malmkrog.

1424 - Der Papst verleiht der Heilig-Blut-Kapelle aus Malmkrog einen Ablaß.

1468 - König Matthias verfügt die Besitzeinführung des Woiwoden Nikolaus Csupor in den Besitz von Malmkrog und anderer Dörfer. Er beauftragt den Siebenbürgischen Woiwoden, die Untertanen von den Güter Apafis zur Rückkehr zu zwingen.

1473 - Die Orte Malmkrog, Rauthal, Hohndorf, Ehrgang und Eppeschdorf kommen durch königlichen Entscheid in den Besitz der Söhne des verstorbenen Michael Apafi.

1585 - Grundziehung zwischen Malmkrog und Birthälm.

1635 - Bau einer Kapelle, in der ein Sarkophag des Bildhauers Elias Nikolai aufbawahrt wird. In der Kapelle sind Vater, Gattin und drei frühverstorbene Kinder des Fürsten Michael Apafi begraben.

1753 - Im Dorf gibt es sowohl katholische als auch evangelishe Gläubige, die in gutem Einvernehmen miteinander Leben.

1775 - Ein langer Rechtsstreit um Malmkrog wird durch Hofentscheid zugunsten der Familie Bethlen beendet.

1848 - Aufständische Bauern zerstören herrschaftliche Gebäude. Darüber berichtet St. L. Roth. Außer Kirche und Edelhof gibt es im Dorf nur ein gemauertes Haus.

1865 - Der englische Reisende Charles Boner berichtet, daß die Bewohner von Malmkrog nach der Aufhebung der Leibeigenschaft ihre alten Häuser niedergerissen und neue Steinhäuser gebaut haben.

19. Jhd. - Auf einer Anhöhe, Burgberg genannt, konnten Reste eines Wallgrabens festgestellt werden.

1918 - Die sächsische Gemeinde kauft das Adelshaus (Kastell) und nutzt es als Ersatzt für die in Reparatur befindliche Kirche. Später befinden sich Gemeindesaal und Kindergarten in dem Gebäude. Das Kastell ist von der englischen Mihai-Eminescu-Stiftung übernommen worden, die es im ursprünglichen Zustand wieder aufbauen will. Mehr Informationen dazu unter: www.eminescu.org.uk

Heute leben in Malmkrog ca. 1200 Rumänen, Zigeuner, Sachsen und Ungarn.

(Quellen: Hermann Fabini, Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen, u. a.)


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